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News - Privatvermieter Verband Tirol

Gästevermittlung durch Plattformen

(z.B. booking.com)

Mit Wirkung ab 01.01.2020 hat die Bundesregierung im Jahr 2019 ein Gesetz beschlossen, mit dem Online-Plattformen (wie zB Airbnb, booking.com) verpflichtet werden, ihre Vermittlungsumsätze bis 31. Jänner des Folgejahres der Finanzbehörde mitzuteilen.

 

Dies bedeutet, dass auch Vermietungsumsätze, die von derartigen Plattformen vermittelt werden, ab heuer der Finanzbehörde mitzuteilen sind. Dabei sind grundsätzlich die Adresse des Vermieters, die Aufenthalts- bzw. Mietdauer und die Anzahl der Personen bekanntzugeben.

 

In welcher Art und Weise die Finanzbehörde diese Unterlagen auswertet, ist noch nicht bekannt, sie ist aber auf Grund der Gesetzeslage berechtigt, diese Aufzeichnungen auch an Länder und Gemeinden weiterzuleiten.

 

Was bedeutet dies für die Zimmervermieter bzw. Vermieter von Ferienwohnungen?

Bei der Gästevermittlung durch Plattformen an Vermieter handelt sich um eine Vermittlungstätigkeit, auf die umsatzsteuerlich die sogenannte Reverse-Charge-Regelung anzuwenden ist.

 

Diese Regelung bedeutet, dass die Umsatzsteuerpflicht dieser Vermittlungsleistung (Provision) vom Leistungserbringer (Plattform) auf den Leistungsempfänger (Vermieter) übergeht. Dies führt in weiterer Folge dazu, dass die Plattform die Verrechnung ohne Umsatzsteuer vornimmt. Der Leistungsempfänger muss aber in seiner Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuererklärung die Umsatzsteuer (20 %) von dieser Vermittlungsleistung (Provision) selbst berechnen und an das Finanzamt abführen.

 

Sofern er vorsteuerabzugsberechtigt ist, kann er sich diese Umsatzsteuer gleichzeitig wieder als Vorsteuer abziehen. Bei Vorsteuerabzugsberechtigung entsteht dadurch wirtschaftlich keine zusätzliche Belastung. Zusätzlich ist in diesen Fällen parallel zur Umsatzsteuervoranmeldung auch eine sogenannte zusammenfassende Meldung (ZM) beim Finanzamt einzubringen. Diese enthält im Wesentlichen die UID-Nummer (Umsatzsteueridentifikationsnummer) der Plattform und die Provisionshöhe.

 

Wie wirkt sich dies auf die steuerliche Handhabung bei den einzelnen Kategorien aus?

1. Die Vermietungstätigkeit wird als liebhaberische Tätigkeit eingestuft

Wird die Vermietungstätigkeit infolge Eigenansicht oder durch Feststellung seitens des Finanzamtes als liebhaberische und damit steuerlich unerhebliche Tätigkeit eingestuft, ändert sich nichts. Diese Vermieter haben keine Unternehmereigenschaft und sind daher als Privatpersonen zu behandeln. Wenn sie von der Plattform aufgefordert werden, ihre UID-Nummer (Umsatzsteueridentifikationsnummer) bekanntzugeben, müssen sie dieser Plattform mitteilen, dass sie kein Unternehmer sind und daher keine UID-Nummer haben und eine solche auch nicht anfordern können.

 

2. Der Vermieter arbeitet nicht mit einer Plattform zusammen

Wenn ein Vermieter keine Gäste über eine Plattform vermittelt bekommt, ändert sich an der bisherigen steuerlichen Handhabung nichts.

 

3. Der Vermieter erzielt Erlöse von mehr als EUR 35.000,00 pro Jahr

Übersteigen beim Vermieter die Erlöse den Kleinunternehmerbetrag bedeutet dies, dass er von der aufgezeigten Regelung erfasst ist und der Plattform seine UID-Nummer mitteilen muss. Sollte er noch keine solche besitzen, muss er diese beim Finanzamt beantragen. Die von der Provision bezahlte Umsatzsteuer belastet ihn aber nicht, da er denselben Betrag als Vorsteuer geltend machen kann. Die ZM ist zusätzlich beim Finanzamt einzureichen.

 

4. Der Vermieter verzichtet auf die Kleinunternehmerregelung

Übersteigen beim Vermieter die Erlöse den Kleinunternehmerbetrag von EUR 35.000,00 nicht, hat er aber auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichtet, so ergeben sich dieselben Auswirkungen wie unter Pkt. 3 dargelegt.

 

5. Der Vermieter ist Kleinunternehmer

Übersteigen beim Vermieter die Erlöse den Kleinunternehmerbetrag von EUR 35.000,00 nicht und wendet dieser auch die Kleinunternehmerregelung an, bedeutet dies, dass er ebenfalls eine UID-Nummer beim Finanzamt beantragen und der Plattform mitteilen muss. Da auch auf Kleinunternehmer die Revers-Charge-Regelung anzuwenden ist, muss dieser die Umsatzsteuer dem Finanzamt melden und die Steuer an das Finanzamt abführen. Da er als Kleinunternehmer aber nicht Vorsteuerabzugsberechtigt ist, hat er diese Steuer selbst zu tragen. Eine ZM müssen Kleinunternehmer nicht einreichen.

 

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